Chinesische Rotbauchunke - Bombina orientalis

BOULENGER 1890

Klasse: Amphibia (Lurche)

Ordnung: Anura (Froschlurche)

Familie: Bombinatoridae (Unkenartige)

Gattung: Bombina (Unken)

Art: Bombina orientalis (Chinesische Rotbauchunke)

Artenschutz: nicht international geschützt

Schwierigkeitsgrad: 1

Terrarientyp: Aquaterrarium (Sumpfterrarium)

© 2009 by Terrainsel Team
© 2009 by Terrainsel Team

Herkunft:  Chinesische Rotbauchunken oder auch Feuerbauchunken kommen in Ostsibirien, Nordostchina, Nordkorea und auf den japanischen Inseln Tushima und Kyushu vor. Dort leben sie in Kleingewässer, aber auch in Pfützen und wassergefüllten Radspuren. Dabei ist die Chinesische Rotbauchunke nicht zu verwechseln mit der Einheimischen Gelbbauchunke.

 

Geschlechtsunterschied: Die Männchen sind deutlich kleiner als die Weibchen und besitzen  mehr Warzen an der Oberseite und an den Beinen.

 

Grösse: bis 6cm

 

Färbung:  Bei Rotbauchunken findet man häufig eine grüne oder bräunliche Oberseite, zuteil mit lackschwarzen Flecken. Die schwarzen Flecken sind individuell mehr oder weniger stark ausgeprägt. Die Bauchunterseite besteht aus einer blass- bis orangroten Färbung, die von schwarzen, unregelmässigen Flecken unterbrochen wird. Fühlen sich die Unken unwohl, wird ihre Grundfärbung deutlich dunkler.

 

Alter:  nicht gut erforscht, sicher über 10 Jahre.

 

Terrarium: Das Mindestmass des Terrariums sollte 60x40x40 bei ener Gruppe von 3 Tieren nicht unterschreiten. Bei ener Gruppe von 6-8 Tieren sollte es ein 90x40x40 Terrarium sein. Das Aquaterrarium sollte einen , 5-10cm tiefen, Wasserteil beinhalten und ein flach auslaufender Landteil (1/3 Landteil, 2/3 Wasserteil). Auf dem Landteil sollten Versteckmöglichkeiten geboten werden.

 

Haltung: Die Temperaturen sollten bei 20-25°C liegen und nachts auf 20°C (Zimmertemperatur) absinken. Die Luftfeuchtigkeit sollte  bei 60-80% liegen. 10-12 Stunden Beleuchtung genügen und einen Spotstrahler für ein Sonnenbad sollte wenn möglich angebracht werden. Wegen Gefrässigkeit und Futterneid sollten nicht zu viele Tiere zusammen gehalten werden.

 

Futter: Als Futter nehmen die Chinesischen Rotbauchunken Insekten wie z.B. Grillen, Heimchen, Nacktschnecken und Würmer. Letztere nehmen die Unken besonders gerne zu sich. Dabei sollte auf Regenwürmer zurückgegriffen werden, die man einfach im Wiesenboden findet. Die gierigen Fresser sollten alle 2-3 Tage gefüttert werden.

 

Lebensweise:  Die Rotbauchunken halten sich gerne in fliessenden Gewässer auf. Sie sind aber auch wärmeliebende Bodenbewohner, die auf dem Landteil ruhen. Daher sollten ihnen Versteckmöglichkeiten geboten werden wie zum Beispiel Wurzeln, Korkplatten oder flache Steine.

 

Besonderheiten: Nachzuchten haben als Mangelerscheinung oft nur gelbe statt rote Bäuche. Durch Verfütterung von Insekten, die mit edelsüssem Paprika eingestäubt sind, kann dies behoben werden.

Ansonsten handelt es sich hier um ein sehr agiles Tier, dem ich sogar den Hinweis „pflegeleicht“ gebe.

A.H. (01. März 2009)