Indische Stabheuschrecke - Carausius morosus

SINETI 1901

Klasse: Insecta (Insekten)

Ordnung: Phasmatodea (Gespensterschrecken)

Familie: Phasmatidae

Gattung: Carausius

Art: Carausius morosus (Indische Stabschrecke)

Artenschutz: nicht international geschützt

Schwierigkeitsgrad: 1

Terrarientyp: Feuchtterrarium (siehe auch: Insektarium)

© 2009 by Terrainsel Team
© 2009 by Terrainsel Team

Herkunft: Strauchvegetation von tropischen Wäldern in Südindien.

 

Geschlechtsunterschied:  Die Männchen sind extrem selten. Sie sind sehr viel dünner und ein wenig kleiner als die Weibchen, meist auch bräuner. Die Weibchen sind sehr viel dicker und größer als die Männchen, sehen aber sonst gleich aus. Bei den Weibchen ist der Ansatz der Vorderschenkel nach der Geschlechtsreife rot gefärbt.

 

Größe: Männchen 6 cm, Weibchen bis 8 cm.

 

Beschreibung/Färbung: Sie haben einen stabförmigen, unbeflügelten Körper der eine grüne, manchmal bräunliche, aber selten braune Färbung hat und haben sechs Beine und zwei lange Antennen. Die Färbung variiert mit der Temperatur, Feuchtigkeit und dem Licht. Kopf, Thorax und Abdomen sind klar abgegrenzt, deshalb sind die einzelnen Segmente gut sichtbar. Am Hinterleib (Abdomen) befinden sich zwei zäpfchenförmige Fortsätze (Cercus). Die Beine und Antennen sind ebenfalls einfärbig grün oder bräunlich.

 

Alter:9-12 Monate

 

Terrarium: Die Indischen Stabschrecken werden in einem Terrarium ca. 30/30/40 cm mit ausreichend Lüftung gehalten. Raumtemperatur würde schon genügen, aber es kann auch eine Bodenheizung angebracht werden. Sie benötigen viele Klettermöglichkeiten, Bodengrund ist keiner erforderlich, doch leicht feuchter, festgedrückter Torf oder auch Moos verbessert die Optik.

Haltung: Die Temperatur sollte Tagsüber etwa 25-30°C betragen, die Luftfeuchtigkeit ca. 60-80%. Wegen der Luftfeuchtigkeit sollte einmal am Tag mit einem Zerstäuber gesprüht werden. Doch es sollte nur nachmittags oder abends gesprüht werden, da sich die Tiere meist vormittags häuten und nicht gestört werden sollten,  da es sonst zu Problemen bei der Häutung kommen kann.
Das Trinkbedürfnis wird durch ablecken der Tropfen von den besprühten Futterpflanzen oder Glasscheiben gestillt.

 

Futter:  Blätter von Brombeere, Himbeere, Erdbeere, Johannisbeere, Rose, Wildrose, Weißdorn, Feuerdorn, Kirsche, Pflaume, Quitte, Eberesche, Weißdorn, Zwergmispel usw. aber auch Blätter von Eichen, Buchen, Haselnuß, Esskastanie, Eukalyptus, Wilder Wein, Liguster usw.
Man sollte darauf achten, die Tiere abwechslungsreich zu füttern.
Wenn man die Futterpflanzen in Wasser mit einer Vase in das Terrarium stellt, bleiben die Pflanzen länger frisch, man muß aber darauf achten, dass junge Nymphen nicht darin ertrinken können. 
Schrecken die man an Echsen usw. verfüttern will, sollte man nicht mit Efeu, Flieder, Goldregen, Kirschlorbeer und Holunder füttern.

 

Lebensweise: Tagsüber verharren die Tiere regungslos im den Sträuchern, erst in der Dämmerung beginnen sie mit einem langsamen, wankenden Gang mit der Futtersuche. Bei Gefahr können sie schon etwas schneller werden, lassen sich aber meist fallen und bleiben regungslos liegen, wobei sie die Beine eng anlegen und oft erstaunlich lange so verharren.

 

Beschreibung: Sehr häufige und einfach zu haltende Phasmidenart. Die Fortpflanzung erfolgt sowohl durch Paarung als auch Parthenogenesisch (Jungfernzeugung). Auf mehrere tausend weibliche Tiere kommt nur ein Männchen. Das Schlüpfen aus den Eiern und die Paarungen erfolgen meist nachts.

Achtung: Schrecken die man an Echsen usw. verfüttert, sollte man nicht mit Efeu, Flieder, Goldregen, Kirschlorbeer und Holunder füttern.

 

Ind. Satbschrecke,♀
Ind. Satbschrecke,♀
Eier von Ind. Stabschrecke
Eier von Ind. Stabschrecke